Startseite / Ratgeber / Antennen für 2 m und 70 cm auswählen
VHF / UHF

2-m- und 70-cm-Antennen auswählen

Die passende Antenne hängt vom gewünschten Einsatz ab: Ortsrunden über Relais, Direktverbindungen, portabler Betrieb oder Stationsbetrieb. Eine teure Antenne ist nicht automatisch besser, wenn Montagehöhe, Kabelverluste oder die gewünschte Richtwirkung nicht zum Einsatz passen.

Grundlagenratgeber · Redaktionelle Orientierung · Stand: Oktober 2026

VHF / UHF · Stationspraxis

Erst Anwendung und Standort festlegen

Für Relaisbetrieb, Direktverbindungen und portablen Einsatz gelten unterschiedliche Prioritäten. Höhe, freie Sicht, Kabelweg und Montage sind entscheidende Teile des Antennensystems.

Affiliate-Status: Dieser Ratgeber enthält derzeit keine aktiven Affiliate-Links und keine bezahlten Produktempfehlungen.

1. Welche Anwendung hast du?

  • Relaisbetrieb: Eine geeignete Rundstrahlantenne mit passender Polarisation kann sinnvoll sein.
  • Direktverbindungen: Standort, Hindernisse und bei Bedarf eine Richtantenne werden wichtiger.
  • Portabel: Gewicht, schneller Aufbau und mechanische Stabilität gewinnen an Bedeutung.
  • Mobilbetrieb: Fahrzeugmontage, Gegengewicht bzw. Massebezug, Kabelführung und sichere Befestigung mitdenken.

2. Antennenbauform und Montage

Eine größere oder höher montierte Antenne ist nicht automatisch in jeder Situation die beste Lösung. Eine Richtantenne konzentriert die Energie in bestimmte Richtungen; eine Rundstrahlantenne ist für wechselnde Richtungen oft praktischer. Die tatsächliche Wirkung wird durch Umgebung, Montagehöhe, Kabelverluste und das Antennendiagramm beeinflusst.

Auf dem Dach oder Mast müssen Windlast, sichere Befestigung, Blitzschutz- und Erdungskonzept sowie lokale Bau- und Sicherheitsanforderungen berücksichtigt werden. Bei Arbeiten in Höhe sind geeignete Fachkenntnisse und Sicherungsmaßnahmen unerlässlich.

3. SWR richtig einordnen

Das Stehwellenverhältnis (SWR) beschreibt, wie gut die Impedanz am Messpunkt zum System passt. Ein niedriger Wert ist hilfreich, beweist aber allein weder hohe abgestrahlte Leistung noch eine optimale Reichweite. Ein Kabelverlust kann Messwerte beeinflussen; deshalb sollten Messpunkt und Messaufbau bekannt sein.

Bei Messungen am Sender ausschließlich für den zulässigen Frequenzbereich und mit geeigneter Leistung und Messausrüstung arbeiten. Bei Unsicherheit zuerst die Herstelleranleitung lesen oder erfahrene Funkamateure hinzuziehen.

4. Kabel und Stecker mitplanen

Ein guter Antennenstandort kann durch ein langes, verlustreiches Kabel teilweise entwertet werden. Wähle den Kabeltyp nach Frequenz, Länge, Verlegung und Außenbedingungen. Vermeide unnötige Adapter und sichere Außenverbindungen gegen Feuchtigkeit.

5. Vor dem Kauf prüfen

  • Ich kenne den Hauptzweck: Relais, Direktverbindung, portabel oder mobil.
  • Die Antenne deckt den gewünschten Frequenzbereich ab.
  • Polarisation und Richtwirkung passen zum Einsatz.
  • Montagehöhe und freie Umgebung sind sinnvoll gewählt.
  • Kabeldämpfung und Stecker sind in die Planung einbezogen.
  • Befestigung, Windlast und elektrische Sicherheit sind geklärt.

Fazit

Vergleiche Antennen nicht nur nach Gewinnangabe oder Bauhöhe. Berücksichtige das Antennendiagramm, den Standort, die Befestigung und den kompletten Kabelweg. Eine gut geplante, sicher installierte Anlage ist meist sinnvoller als ein teures Produkt ohne passende Einsatzbedingungen.

Weiterführende Quellen

Fachlicher Grundlagenbeitrag. Frequenznutzung, Sicherheitsanforderungen und lokale Vorschriften vor Installation prüfen.